Ehrenamt in Corona-Zeiten

Viele Menschen wollen helfen und es gibt viel zu tun. Wer gerade Unterstützung braucht und wie wichtig soziale Organisationen und funktionierende Nachbarschaften in der Pandemie sind.

Im März und April haben viele Dortmunderinnen und Dortmunder ihre Hilfe angeboten, unterschiedliche Projekte wurden ins Leben gerufen und Nachbarschaften haben sich als Initiativen zusammengeschlossen.

Es wurden Gabenzäune eingerichtet, nachbarschaftliche Einkaufshilfen wurden initiiert, Masken wurden zuhause genäht und an Bedürftige verteilt, Telefonpatenschaften übernommen und Briefe an Seniorenheime geschickt, um den Alltag im Shut down etwas bunter zu gestalten.

Das sind nur einige der einfallsreichen und vielfältigen Projekte, die in unserer Stadt entstanden sind.

Aktuell werden Einkaufshilfen für Menschen in Quarantäne regelmäßig angefragt, wer sich in diesem Aufgabenbereich engagieren möchte, kann sich kurzfristig bei der FreiwilligenAgentur melden.

Informationen zu Einkaufshilfen in der Stadt finden Sie hier.


Finanzielle Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten zur Bewältigung der Corona-Krise

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt zur Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise über eine Million Euro bereit. Damit sollen insbesondere die Arbeit und Hilfsangebote der Vereine vor Ort unterstützt werden, damit diese ihre Aktionen vor allem für Seniorinnen und Senioren, erkrankte, benachteiligte und in Quarantäne befindliche Menschen einfacher oder besser umsetzen können.

Die Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen erhalten die Mittel gestaffelt nach der jeweiligen Einwohnerzahl, für Dortmund als Stadt mit über 400.000 Einwohner*innen sind dies 25.000 Euro.

Die Vergabe der Landesmittel für die Stadt Dortmund erfolgt über die FreiwilligenAgentur mit dem Ziel, die finanziellen Hilfen, entsprechend ihrer Bedarfe, an gemeinnützige Vereine und Organisationen aus Dortmund weiterzuleiten.

Diese haben erstmals die Möglichkeit, bis zum 20. August 2020 Anträge in Höhe von max. 2.000 Euro pro Organisation zu stellen. Ein Besonderheit ist, das auch bereits getätigte finanzielle Auslagen (ab dem 24. März 2020) abgerechnet werden können, sofern die Belege/Quittungen vorhanden sind.

Beispiele für entstandene Auslagen/Aufwände, welche über die bereitgestellten Mittel finanziert bzw. erstattet werden können sind:

- Material für das Nähen von Behelfsmasken (u.a. Anschaffung oder Miete von Nähmaschinen, Stoff, Garn, Befestigungsbänder etc.)

- Anschaffung/Kauf von Schutzbekleidung (Handschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel)

- Einrichtung von Videokonferenzen (Lizenzgebühren), Website-Gestaltung, Öffentlichkeitsarbeit

- Erstattung von Kosten für Gabenzäune oder ähnliche Projekte

 

Antragsformular

Hinweise und FAQ zum Antrag


Nachbarschaftshilfe leicht gemacht

Viele Menschen möchten Betroffenen aus der Risikogruppe oder in Quarantäne unterstützen.

In diesem Zeiten wird Nachbarschaftshilfe immer wichtiger. Daher möchten wir Sie zuerst dazu aufrufen, lokal in Ihrer Nachbarschaft zu unterstützen, um so der Verbreitung des Virus innerhalb der Stadt entgegen zu wirken. Hierfür stellen wir Ihnen einen Vordruck zur Verfügung, mit welchem Sie Ihre Hilfe in Ihrer Hausgemeinschaft und im Quartier anbieten können. Hängen Sie das Blatt in der Nähe von Briefkästen oder Schwarzen Brettern auf, so fällt es gleich ins Auge!

Erfahrungen zeigen, dass es ein guter Weg ist, direkt in der eigenen Nachbarschaft seine Hilfe anzubieten. Der Vorteil hierbei ist, dass man sich vielleicht schon mal im Quartier, beim Bäcker oder auf der Straße gesehen hat, gleichzeitig wird auch die Zusammengehörigkeit im Quartier gefördert und der Anonymität entgegengewirkt.

Nachbarschaftshilfe leicht gemacht zum Download

Wenn Sie Sich auf diese Weise engagieren, möchten wir Sie auf die Hygienehinweise unserer Kooperationsagentur aus Essen hinweisen:

Tutorial: Einkaufshilfe für Risikogruppen