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Kultur verbindet: Dritte Kultursprechstunde  der FreiwilligenAgentur Dortmund zeigt vielfältige Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement

Knapp 30 Interessierte tauschten sich im Hoesch-Museum über freiwilliges Engagement in Kunst, Kultur und im Quartier aus. Verschiedene Dortmunder Organisationen stellten ihre Projekte vor und zeigten, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich einzubringen.

Kultur erleben, eigene Ideen verwirklichen und gemeinsam etwas bewegen: Unter diesem Motto stand die dritte Kultursprechstunde der FreiwilligenAgentur Dortmund, die am Montag, 19. Oktober 2026, im Hoesch-Museum stattfand. Knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über ehrenamtliche Einsatzmöglichkeiten im Kulturbereich auszutauschen und verschiedene Organisationen und ihre Arbeit kennenzulernen.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass freiwilliges Engagement in der Kultur viele Gesichter hat. „Ob bei Konzerten und Veranstaltungen, im Museumsbetrieb, bei der Organisation kultureller Angebote oder in der Begleitung von Künstlerinnen und Künstlern mit Beeinträchtigungen – überall werden Menschen gesucht, die ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Ideen einbringen möchten“, so Karola Jaschewski, Geschäftsführerin der FreiwilligenAgentur Dortmund.

Von der Museumsarbeit bis zum Veranstaltungsservice

Als Gastgeber stellte sich das Hoesch-Museum vor und gab Einblicke in die Möglichkeiten, den Museumsalltag ehrenamtlich mitzugestalten. Isolde Parussel, Leiterin des Hoesch-Museums, sucht für ihr Team ehrenamtliche Unterstützung bei Veranstaltungen, Ausstellungen und im laufenden Museumsbetrieb. Besonderen Wert legt das Museum auf eine gute Zusammenarbeit und eine lebendige Teamkultur, in der sich Engagierte wohlfühlen und ihre Stärken einbringen können.

Auch der Verein Unsere Mitte Steigerturm e.V. in Berghofen präsentierte seine Arbeit. Aus einem alten Feuerwehrturm ist ein Bürgerzentrum entstanden, das Raum für Begegnung und Kultur bietet. Hier werden Freiwillige gesucht, die Veranstaltungen im Service unterstützen. Dazu gehören beispielsweise die regelmäßig stattfindenden Konzerte. Darüber hinaus freut sich der Steigerturm über ehrenamtliche Hilfe bei Verwaltungsaufgaben und in der Buchhaltung.

Kultur für alle – mit Herz und Aufmerksamkeit

Eine besondere Form des Engagements stellte der Verein gesamtkunstwerk vor. Er begleitet Musikerinnen und Musiker mit Beeinträchtigungen, die für Auftritte und Veranstaltungen gebucht werden. Ehrenamtliche unterstützen die Künstler*innen bei ihren Terminen, holen sie beispielsweise am Bahnhof ab, begleiten sie zur Veranstaltungslocation und stehen ihnen während des Veranstaltungstages zur Seite.

Auch hinter den Kulissen gibt es viel zu tun, etwa beim Bühnenumbau. Entscheidend ist dabei weniger eine bestimmte fachliche Qualifikation als vielmehr ein offener Blick für die Bedürfnisse anderer Menschen. Oft sind es die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen: eine Tür zu öffnen oder darauf zu achten, dass beim Catering geeignete Tische zur Verfügung stehen, an denen auch Menschen im Rollstuhl bequem Platz nehmen können. Wer sich hier engagieren möchte, sollte vor allem Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit und Freude am Miteinander mitbringen.

Eigene Ideen für das Kaiserviertel und die IGA

Der Verein Kunst und Kultur im Kaiserviertel sucht ebenfalls Unterstützung – sowohl bei Veranstaltungen als auch bei organisatorischen Aufgaben. Ehrenamtliche können beispielsweise bei der Gestaltung und Erstellung von Flyern helfen oder die Organisation eines Caterings übernehmen.

Im kommenden Jahr steht mit der Internationalen Gartenausstellung (IGA) ein besonderes Ereignis in Dortmund an. Geplant ist ein Feengarten am Kaiserbrunnen, in dem verschiedene Veranstaltungen für Kinder in Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf stattfinden sollen. Dafür und für weitere Aktivitäten freut sich der Verein über engagierte Menschen. Das Engagement muss dabei nicht regelmäßig sein: Auch eine punktuelle Unterstützung bei einzelnen Projekten oder Veranstaltungen ist möglich.

Begegnungsorte mit Leben füllen

Das AWO-Begegnungszentrum Hombruch verfügt über zahlreiche Räumlichkeiten, die derzeit noch nicht in dem Umfang genutzt werden, wie es möglich wäre. Gesucht werden deshalb Menschen, die Veranstaltungen begleiten und dabei helfen, die Räume stärker mit Leben zu füllen. Besonders gefragt ist Unterstützung bei Angeboten in den Abendstunden.

Auch der Verein Wir am Hörder Neumarkt organisiert Veranstaltungen im Raum Hörde und betreut unter anderem Veranstaltungen im Haus Rode. Für die Durchführung verfügt der Verein über eine gute technische Ausstattung sowie über einen Toilettenwagen und Stühle. Gesucht werden Ehrenamtliche mit unterschiedlichen Fähigkeiten: Licht- und Tontechniker sind ebenso willkommen wie Menschen, die bei der Buchhaltung unterstützen können. Im Mittelpunkt steht dabei eine einfache Idee: Ehrenamtliches Engagement soll auch für einen selbst da sein und vor allem Spaß machen.

Den Stadtteil gemeinsam gestalten

Wie sich eigene Interessen und Hobbys in neue Angebote verwandeln lassen, zeigte auch der Quartierstreff Concordia am Borsigplatz. Hier werden Freiwillige gesucht, die bei Veranstaltungen mithelfen oder sich an der Konzeption und Durchführung neuer Angebote beteiligen möchten. Ob kreativ, handwerklich, kulturell oder organisatorisch – eigene Ideen sind ausdrücklich erwünscht. Gemeinsam mit anderen können daraus Angebote entstehen, die den Stadtteil bereichern und Menschen miteinander verbinden.

Ehrenamt so vielfältig wie die Menschen selbst

Die dritte Kultursprechstunde zeigte eindrucksvoll, wie viele Möglichkeiten es in Dortmund gibt, Kultur aktiv mitzugestalten. Dabei muss niemand gleich ein umfangreiches Ehrenamt übernehmen: Manche Organisationen suchen regelmäßige Unterstützung, andere freuen sich über helfende Hände bei einzelnen Veranstaltungen oder zeitlich begrenzten Projekten.

Die FreiwilligenAgentur Dortmund bringt interessierte Menschen und Organisationen zusammen und eröffnet damit neue Wege, sich freiwillig zu engagieren. Die Kultursprechstunde bot dafür eine wertvolle Gelegenheit zum persönlichen Austausch und machte deutlich: Wer sich einbringen möchte, findet im Dortmunder Kulturleben vielfältige Möglichkeiten, eigene Fähigkeiten zu entdecken, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam etwas zu bewegen.